Geschichte

2015

Der langjährige Präsident der Steirischen Ärztekammer und Obmann der Vereinigung Steirischer Ärzte, Wolfgang Routil, zieht sich aus der ersten Reihe der Kammervertretung zurück.

Sein Mandat im Vorstand der Steirischen Ärztekammer erhält der amtierenden Obmann der Vereinigung/Sektion Niedergelassene, Attila Pataki. Er setzt mit großem Engagement die so lange erfolgreiche Arbeit von Wolfgang Routil fort. Dabei kann er auch auf die reiche Erfahrung seines Vorgängers zurückgreifen.

2014

2014 ist mit einer personellen Neuaufstellung gestartet. Der Vorstand der Vereinigung hat sich bewusst verjüngt, um auf die aktuellen Probleme und Sorgen der Kollegenschaft mit neuem Elan eingehen zu können. Die Doppelspitze besteht seither aus Attila Pataki (ng.) und Michael Sacherer (ang).

Unsere bisherigen Schwerpunkte in der Kammerarbeit sind das Eintreten für eine schlankere, leistungsfähigere Kammer mit zeitgemäßen (reduzierten) Umlagen. Mit uns wird es keine „Bereicherungskammer“ geben.

Der seit 2012 herrschende  Stillstand auf allen Ebenen im Bereich der Niederlassung kann nicht länger hingenommen werden. Niedergelassene und Angestellte müssen in Synergie betrachtet werden. In Zeiten von Ärztemangel und drohender staatlicher Ärztezentren müssen Wege gemeinsam aufgezeigt und beschritten werden.

Die Vereinigung steirischer Ärzte ist die einzige Fraktion in der steirischen Ärztekammer, die sich dieser Herausforderung stellt.

2012

Die Vereinigung stellt nach der Wahl die einzige Opposition in der Ärztkammer dar.
Wir nehmen unsere Kontrollfunktion in jeglicher Hinsicht wahr. Im Vorstand, Verwaltungsausschuss, Vollversammlung und Kurienversammlungen sind wir das Korrektiv und haben in vielen tagesaktuellen Themen Führerschaft übernommen.

2011

Im November ändert die „VEREINIGUNG“ ihren Namen auf „DIE VEREINIGUNG“.

In der Sommerklausur schafft die Vereinigung eine erfolgreiche, neue Teambildung und
stellt das Team und die Grundlagen für die ÄK-Wahl 2012 auf.

2010

Gerald Wolf von der Vereinigung wird nach dem Tod von Wolfgang Florian (AfA)
zum neuen Vizepräsidenten der ÄK gewählt.

2009

Harald Tschojer, Klubobmann der „Vereinigung“ und langjähriger kassenärztlicher
Referent der Ärztekammer verstirbt im November aus heiterem Himmel an einer unbeherrschbaren Infektion. Mit ihm verliert die „Vereinigung“ die tragende Säule des Klubs.  

2007

Nach Jahren der Unruhe in der ÄK kommt es bei der ÄK-Wahl zum Comeback von
Routil als Präsident der ÄK-Steiermark. Die Vereinigung ist stimmenstärkste Fraktion.
In der neuen Koalition aus Vereinigung, AfA, Wahlärzte und SV-Ärzte wird
Wolfgang Routil wieder Präsident, Gerhard Wirnsberger Finanzreferent, Thomas Kainz
Vorsitzender des Verwaltungsausschusses.
Nach dem Verlust der absoluten Mehrheit bei den niedergelassenen Ärzten geht die
Kurienführung der niedergelassenen Ärzte an die AfA im Rahmen der Koalition.

2003

Die Vereinigung verliert Mandate, bleibt aber stimmen- und mandatsstärkste Fraktion in
der ÄK. In der Kurie niedergelassene Ärzte hat die Vereinigung die absolute Mehrheit
und stellt mit Jörg Pruckner weiterhin den Landes- und Bundeskurienobmann.
Wolfgang Routil wird von einer Koalition aus IG, AfA und Kleinfraktionen abgewählt.

2001

Die Vereinigung macht Diabetikerschulung auch für Wahlärzte verrechenbar.

2000

Neuerliche Kündigung der Kassenverträge seitens der steirischen GKK: wiederum wird
von der GKK die Abschaffung der Honorarautomatik gefordert; die Vereinigung
verhandelt und kann die Verträge und den Wertsicherungsausgleich erhalten.
Es erfolgt die Neuregelung der Vertragsvergabe kleiner Kassen an hauptberufliche
Wahlärzte. Hausapotheken-Direktverrechnung auch für Wahlärzte durch die
„Vereinigung“

1999

Schaffung des Turnusärztetätigkeitsprofils zur Gewährleistung einer guten und
standesgemäßen Ausbildung durch die „Vereinigung“
Die Vereinigung setzt Scheckheft für Mutter & Kind um. Erstmals Gratisimpfung
für alle Kinder bei niedergelassenen ÄrztInnen.

Wiederwahl von Wolfgang Routil als Präsident der steirischen ÄK.
Klaus Schindlbacher (Überparteiliche) wird 1. Vizepräsident.
Peter Schmidt (Vereinigung) wird Obmann der eigenständigen Kurie der
angestellten Ärzte in der ÄK.
Jörg Pruckner (Vereinigung) wird Obmann der eigenständigen Kurie der
niedergelassenen Ärzte in der steirischen ÄK und in der ÖÄK.
Peter Österreicher wird Obmann der eigenständigen Kurie der Zahnärzte.

1999/1998

Die Vereinigung schafft Stellen für Fachärzte und Ärzte für Allgemeinmedizin.
Insgesamt 126 Planstellen (+15%) als arbeitsmarktpolitische Initiative für steirische
Ärztinnen und Ärzte.

1998

Eingliederung der SVB in die GKK – Verlust der lukrativen Bauernverträge.
Die Vereinigung verhandelt Honorarzuwachs für alle um 22% mehr als im alten
Bauernkassenvertrag.

Die Vereinigung erreicht die Schaffung eines neuen Berufsbildes: „den Stationsarzt,
die Stationsärztin“. Insgesamt werden 200 Stellen geschaffen. Dadurch wird das große
Problem „Arbeitslosigkeit“ am Ende des Turnus verhindert.

Die Vereinigung verhindert erfolgreich die Einführung der Rufbereitschaft im
stationären Facharztdienst. Die Steiermark ist damit das einzige Bundesland mit
durchgehender Nachtdienstregelung auch in kleinen Spitälern.

Übernahme der hauptberuflichen Wahlärzte in den neuen SVB-Vertrag. Die Vereinigung führt in Verhandlungen mit der GKK unter Routil und Tschojer flächendeckend die Rezepturbefugnis für Wahlärzte ein.

1997 – 1999

Die ÄK setzt ein neues, gerechteres Sondergebührenmodell um: Vergrößerung
des Gesamtvolumens um 60 Millionen ATS. Einbau eines Teiles der Gebühren in den
gehaltsnahen Bereich (= Ärztedienstzulage II) und damit Wertsicherung und
Unabhängigkeit von steigenden Ärztezahlen; einheitliches, klares Punkteschema.
Ein steiermarkweiter Mindestpunktewert wird jährlich neu errechnet. Die Transparenz
der Geldflüsse wurde gesetzlich geregelt.
Der drohende „Strenitz-Plan“ ist somit endgültig durch die Verhandlungsführung
von Routil/ Bauer (beide Vereinigung) abgewendet.

1997

Neues Landesdienstrecht für Spitalsärzte mit Beibehalten der Überstundenzulage
und Erhöhung der Ärztedienstzulage. Deutlich verbesserter Kündigungsschutz.
Bessere soziale Absicherung unter der Verhandlungsführung der Vereinigung.

Das Pilotprojekt „Rezepturbefugnis für Wahlärzte“ wird von der Vereinigung bei der
GKK durchgesetzt.

Das Arbeitszeitgesetzt für Spitalsärzte wird auf Druck der Vereinigung bei der KAGES
eingeführt: 60 Arztstellen werden neu geschaffen.

1996

Kündigung der Kassenverträge durch die GKK: die Abschaffung der Honorarautomatik
wird seitens der Kasse gefordert. Die Vereinigung verhandelt; die Verträge bleiben
erhalten.

1995

Das „Strenitz Sondergebührenmodell“ der SPÖ bedroht die steirischen Spitalsärzte
(Abschaffung der „Arztgebühren“ und Einführung einer Gebühr für medizinische
Leistungen, Beteiligung von nichtärztlichen Mitarbeitern, Maximalbegrenzung bei
ATS 100.000.- …..) als Beginn einer Gebührenneuordnung.
Danach erfolgt im Gebührenausschuss die Gebührenneuordnung für alle Ärztegruppen
in jetzt gültiger Form.

Kündigung der Kassenverträge durch die GKK. Die Vereinigung verhandelt; die
Verträge bleiben erhalten.

1994

Einführung des Spitalsärzteausschusses als Entscheidungsgremium der
Spitalsärzteschaft als Vorwegnahme der späteren Kammerreform mit Einführung
der Kurienkammer.

Die Vereinigung verhandelt die Erhaltung des Distriktärztesystems.

1993

Neuwahl der ÄK Steiermark: Die Vereinigung macht einen Sprung von 16 auf 22
Mandate. Wiederwahl von Routil zum Präsidenten und Wahl Routils zum
ÖÄK – Vizepräsidenten im Jahr 1994.

1992

Die ÄK kündigt den Vertrag mit der GKK und fordert die Umstellung der bisherigen
Pauschalabgeltung der Krankenscheine auf ein Einzelleistungssystem. Unter dem Druck
der Vereinigung werden äußerst schwierige Verhandlungen bis zum Abschluss eines
neuen Einzelleistungsvertrages mit der GKK bis zum Juni 1993 geführt.
Der Kammervorstand beschließt auf Antrag der „Vereinigung“ den Vertrag. Die „AfA“
verweigert die Zustimmung. In einer Urbefragung stimmen 88% der KassenärztInnen
für den neuen Vertrag. Das Ergebnis für die steirischen Kassenärzte ist ein
Honorarzuwachs von 28%.

1991

Erfolgreicher Abschluss der Verhandlungen über ein neues Gehaltsschema nach
langwierigen Dienstrechtsverhandlungen und Nachtdienstmodellen der KAGES-
Bediensteten für SpitalsärztInnen unter Einbeziehung der TurnusärztInnen und
Inkrafttreten des neuen Dienstrechts rückwirkend ab 1.1 1991mit den wesentlichen
Eckpunkten: Erhöhung des Grundgehaltes auch durch den Einbau der Verwaltungs-
dienstzulage, Gefahrenzulage und der Bücherzulage, Schaffung einer nach Gehaltsstufe
gestaffelten Ärztedienstzulage (+ 32 Mio. ATS), Umstellung der Nachtdienstzulage auf
erstmalig 50% und 75% Mehrleistungsentschädigung (+22 Mio. ATS). Insgesamt
erreicht die „Vereinigung“ einen Zuwachs des Einkommens der steirischen Spitalsärzte
von knapp 20%. Die Reduktion der Nachtdienstzulage für TurnusärztInnen wird
letztlich aufgehoben.

1989

Die Vereinigung unter Präsident Wolfgang Routil übernimmt am 23.11. die
Führung der Steirischen Ärztekammer.

Ein heftiger Wahlkampf zwischen Vereinigung und AfA dominiert das Jahr.

1988

Helmut Hammer tritt als Obmann der Vereinigung ab. Auf seinen Vorschlag wird
Wolfgang Routil zum neuen Obmann der Vereinigung gewählt.
Die Vereinigung fordert unter seiner Führung Reformen in Kammer, Kasse und
Spital. Die „Aktion freier Arzt“ verteidigt das bestehende System.

Die SpitalsärztInnen fordern ein neues Gehaltsschema; die KassenärztInnen die
Einführung des Einzelleistungssystems.

1986

Offizielle Umbenennung in „Vereinigung steirischer Ärzte“ („Ärztebund“ wird aus
dem Namen entfernt)

1985

Die Turnusärztinnen und Turnusärzte formieren sich zum Protest. An ihrer Spitze
kandidiert Wolfgang Routil für die Vereinigung bei der ÄK-Wahl. Die AfA verliert
Stimmen, die Vereinigung legt zu. Routil wird zum Obmann der Sektion Turnusärzte
der steirischen ÄK gewählt und will die Reduktion der Nachtdienstgebühren abschaffen.

1984

Die „Aktion freier Arzt“, welche seit 1962 mit Präs. Piaty die Verantwortung in der
ÄK Steiermark innehat, kürzt mit der KAGES die Nachtdienstgebühren für
Turnusärzte und Turnusärztinnen auf bis zu 40% der bisherigen Summe. Mit dem Geld
sollen zusätzliche Turnusstellen geschaffen werden.

1973

Helmut Hammer (Ärztebund-Vereinigung) wird Vizepräsident der Steirischen ÄK.
Er ist bis heute aktives Mitglied der Vereinigung und wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

1970

Die Krankenkassen führen den Ambulatoriumsbetrieb ein.

1969

Der neu gewählte Landesobmann der Vereinigung Helmut Hammer erwirkt das erste
Vorstandsmandat für den Ärztebund.

1949

Bei der ersten offiziellen ÄK-Wahl konnte die neu etablierte Vereinigung (als
Ärztebund LandesGruppe der Vereinigung) ein Viertel aller Stimmen für sich gewinnen.

1945

Gründung der heutigen Vereinigung Österreichischer Ärzte Landesgruppe Steiermark
von Dr. Pregl – damals noch Ärztebund genannt. Die Ziele waren der rasche
Wiederaufbau des Gesundheits- und Versorgungswesens sowie die Schaffung und
Besetzung von Planstellen.