Arbeitsprogramm DIE VEREINIGUNG SPITAL

Arbeitsprogramm Spitalsärzte

 

1. Ärztliche Lebens- und Arbeitswelten:

Die Generation 50+ braucht eine Zukunft
über 40 Prozent aller steirischen SpitalsärztInnen sind derzeit über 50 Jahre alt. Wir fordern daher:

  • MitarbeiterInnen ab dem 55. Lebensjahr wird das Recht eingeräumt, Journaldienste auf 2 pro Monat bzw. 20 pro Jahr zu beschränken.
  • Für MitarbeiterInnen ab dem 60. Lebensjahr ist ein freiwilliger Verzicht auf die Ableistung von Journaldiensten möglich.


25 Stunden Arbeitszeit sind endlich genug!

  • Die Mehrbelastungen der betroffenen SpitalsärztInnen aus der Umsetzung des KAAZGs müssen ernst genommen werden, diese sind seitens der Spitalsträger objektiv zu evaluieren und die aufgedeckten Missstände ehemöglichst zu beseitigen.

 

Frustration und Burn-out als Folge der “Beschleunigungsfalle“ wir fordern:

  • Gewährleisten der Work – Life – Balance (vor allem in den Sommermonaten)
  • Konsequente Umsetzung etablierter Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung
  • Förderung einer „positiven“ Führungskultur zur Steigerung der Zufriedenheit der ärztlichen MitarbeiterInnen
     

2. Ausbildung:

 

Ärztliche Fort- und Weiterbildung

  • Um den gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen, sind seitens der Dienstgeber entsprechende Budgets pro Arzt / Ärztin und Jahr vorzuhalten.
  • Ja zu DFP, aber auch mit kostenfreien Fortbildungen in ausreichendem Umfang zur Vervollständigung der benötigten Punkte.


Verbesserung des MUG Karrieremodells

  • Rechtliche Gleichstellung von DrittmittelassistentInnen, sowie PHD DoktorandInnen mit VertragsassistenInnen (z.B. Recht auf einen Arbeitsplatz, Recht auf gleiche Bezahlung, Freistellung unter vollen Bezügen für Auslandsaufenthalte zur Erfüllung der verpflichteten 6 Monate auf einer Karrierestelle).
  • Umsetzung gezielter Frauenförderung (darf nicht zum Lippenbekenntnis verkommen!)
  • Ideelle und finanzielle Aufwertung der Lehre
  • Entwicklung zusätzlicher Ausbildungsschienen für ÄrztInnen (z.B. neue betriebswirtschaftliche und verwaltungstechnische Berufsfelder).
     

3. Berufsbildentwicklung:

 

Anreizsysteme zum Verbleib im Spital

  • Anpassung des Grundgehaltes an die privatwirtschaftlichen Gegebenheiten um dem zukünftigen Fachärztemangel im Spital entgegen zu wirken
  • Bereitstellung von entsprechenden Karrieremöglichkeiten im Spital (z.B. Aufwertung der Kompetenzen, breitere und flachere Führungsstruktur, neue Betätigungsfelder, insbesonders Zuschüsse zu den Ausbildungskosten durch den Arbeitgeber).
  • regelmäßige flächendeckende Evaluierung der Forschungsfreistellungen gemäß der BV an allen Abteilungen

Nachtdienstentgelt muss pensionswirksam werden
Wie in anderen Berufsgruppen üblich (z.B. Schwerarbeiter, zu denen unbestritten auch die SpitalsärztInnen gehören) muss das Entgelt im Nachtdienst gesetzlich und dienstgeberseitig pensionswirksam werden!


Versorgungszentren NEU
Jeder Spitalsarzt / jede Spitalsärztin sollte eine faire Möglichkeit haben, im Spital eine Privat- oder Wahlarztordination zu betreiben. Entsprechende Rahmenbedingungen sind mit dem Spitalsbetreibern zu verhandeln, als Basis dient das bereits erfolgreich etablierte Beratungsmodell der “Ärzte-Consulting“.


Die Medizin wird immer weiblicher
Wie international (z.B. Skandinavien) bereits praktiziert fordern wir familienfreundlichere Arbeits(-zeit)modelle wie z.B.:

  • Mehr Teilzeitstellen
  • Entwicklung alternativer Arbeitsmodelle: Flexible Dienstzeiten, Job-Sharing, Telearbeit.
  • flächendeckende Kinderbetreuung an allen Krankenanstalten (insbesondere bei verlängerten Diensten und Rufbereitschaft)

Ihr Team DIE VEREINIGUNG SPITAL

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